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Schmalspurseite RüKB von Roland und Jürgen

Personenwagen RüKB Nr. 5 (DR: 971-203)

Der Personenwagen RüKB Nr.5 entstand aus dem Umbau eines Bausatzes der tschechischen Firma dk-modell. Die Firma dk-modell bietet Schmalspurwagen in TTe nach tschechischem Vorbild an. Die Maße dieser Wagen sind jedoch nicht zu 100% auf die Fahrzeuge der RüKB übertragbar, so dass ich den Bausatz modifizieren und einige Teile neu herstellen mußte. Die wichtigsten Maße der Fensteraufteilung stimmten jedoch ungefähr mit den auf Rügen eingesetzten Wagen nach den Lenzschen Normalien überein. Die RüKB-Wagen 4, 5, 9 und 10 haben die gleiche Fensteraufteilung und Aufbau, so dass ich von diesem Modell noch drei weitere baugleich bauen kann.

Folgende Änderungen habe ich am Bausatz vorgenommen:

- Seitenteile oben, unten und seitlich gekürzt; Stege im Fensterbereich plangefeilt

- Innenseite der Seitenteile ist jetzt außen

- Stirnseiten neu

- Geländer neu

- Bodenplatte gekürzt, Fixieröffnungen angepaßt

- Dach anders gewölbt

- Einstiegspodeste aus Draht mit Echtholz

Eine wichtige Änderung betraf die Fixieröffnungen für die Achslager in der Bodenplatte. Da der Bausatz auf die mitgelieferten TTe-Radsätze - wußte gar nicht dass es so etwas gibt - abgestimmt ist und diese sich u.a. im Längenmaß der Achse zu den von mir verwendeten Märklin-Z-Achsen unterscheiden, mußten die Öffnungen weiter nach innen verlegt werden.

Ansonsten ist das System der Montage der Achslager wirklich toll. Die Rahmenwangen sind schnell ausgerichtet und fluchten links und rechts gut zueinander, so dass die Laufeigenschaften des Wagens super sind.

Eine Herausforderung war mal wieder das Dach. Ich habe es an den Seiten mit der Schere V-förmig eingeschnitten, damit ich die stirnseitige Wölbung hinbekomme. Das Einschneiden werde ich beim nächsten Wagen jedoch mit der Laubsäge und einem feinen Blatt vornehmen, da die Schere die Streifen sehr verformt. Die seitliche Wölbung habe ich dann mit einem stirnseitigen Streifen unter dem Dach fixiert. Kurz die Streifen an den Kanten überfeilen und schon ist die Form des Daches fertig. Die geätzten Streifen habe ich dann mit schwarzer Farbe vorbehandelt. Die Zwischenräume werden dann mit Streifen aus feinem Sandpapier beklebt.

Für die stirnseitigen Geländer habe ich mir dieses Mal eine Lötlehre gebastelt, da ich mit Sicherheit in Zukunft noch mehr dieser Geländer herstellen muß.

Die Streifen auf dem Seitenteil hatte ich zuerst aus Kunststoff gefertigt. Dies entsprach jedoch nicht meinen Vostellungen. Deshalb habe ich die Streifen jetzt durch 0,4mm breite Blechstreifen ersetzt (0,2mm stark). Diese habe ich durch befräsen aus 0,5mm breiten Streifen hergestellt, welche man bei BAVARIA-Modellbahnen auch in anderen Breiten und Stärken bestellen kann.

Die Federung der Mittelpufferkupplung habe ich diese Mal mit Hilfe einer vorher geschlitzten Mutter fixiert. Die Mutter ist an den Wagenboden gelötet und der Federstahl ist im Schlitz mit Sekundenkleber festgeklebt. Die Mutter dient gleichzeitig der Fixierung des Modells im Aufbewahrungskasten, wo eine M1 Schraube durch den Boden gesteckt und dann das Modell nach unten festgeschraubt wird.

Die Farbgebung des Modelles erfolgte mit Airbrush und Nitro-Farben der Firma Weinert. Die Beschriftung erfolgte mit Abziehbildern, welche ich mir bei der Firma HaO-HartmannOriginal extra mit dieser Wagennummer anfertigen lies.

Der Montageaufwand für das Modell ist nicht zu groß und durch die vorgefertigten Ätzteile im Fahrwerkbereich schnell und mit einem guten Ergebnis umsetzbar. Ich werde für die folgenden Personenwagen auch wieder auf diesen Bausatz zurückgreifen.

Es gibt auch Bausätze für Güterwagen, deren Umbau ich in der nächsten Zeit in Angriff nehmen und hier auf meinen Seiten vorstellen werde.

Falls jemand weitere Fragen zu dem Umbau hat, so kann er sich gerne bei mir per E-Mail melden.

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