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Schmalspurseite RüKB von Roland und Jürgen

Gedeckter Güterwagen RüKB Nr. G 158 (DR: Gw 97-42-23)

Der gedeckte Güterwagen RüKB Nr. G 158 entstand durch den Umbau eines Bausatzes der tschechischen Firma dk-modell. Die Firma dk-modell bietet Schmalspurwagen in TTe nach tschechischem Vorbild an. Die Maße dieser Wagen sind jedoch nicht zu 100% auf die Fahrzeuge der RüKB übertragbar, so dass ich den Bausatz modifizieren und einige Teile neu herstellen mußte. Der Nachbau dieses Wagens reizte mich, da der Wagen eine Vielzahl von Anbauteilen aufweist, wie z.B. Griffe und Aufstiegstritte an der Strinwand sowie eine Vielzahl von Beschlägen an der Tür. Das Vorbild diese Wagens wurde voraussichtlich 1930 von der Stolper Kreisbahn (StKB) zur RüKB versetzt.

Folgende Änderungen habe ich am Bausatz vorgenommen:

- Seitenteile unten gekürzt und in der Mitte um ca. 3 mm verlängert (vgl. Foto)

- Fensterschlitze 1,3 mm nach unten verlängert

- Stirnseiten und Schiebetüre neu

- Holzbretter auf Rückseite neu eingeritzt - diese ist jetzt vorne

- Abmessungen des Daches an Wagengehäuse angepasst

- Bodenplatte und Fahrwerk um 1,5 mm gekürzt, Fixieröffnungen angepaßt

Eine wichtige Änderung betraf die Fixieröffnungen für die Achslager in der Bodenplatte. Da der Bausatz auf die mitgelieferten TTe-Radsätze abgestimmt ist und diese sich u.a. im Längenmaß der Achse zu den von mir verwendeten Märklin-Z-Achsen unterscheiden, mußten die Öffnungen weiter nach innen verlegt werden.

Ansonsten ist das System der Montage der Achslager wirklich toll. Die Rahmenwangen sind schnell ausgerichtet und verlötet und fluchten links und rechts gut zueinander, so dass die Laufeigenschaften des Wagens super sind.

Die Nachbildung der Holzbretter habe ich auf der Rückseite neu eingeritzt. Die Oberfläche habe ich dann mit grobem Sandpapier unregelmäßig abgezogen, so dass eine Holzstruktur entstand. Ich hoffe, dass diese dann nach dem Spritzen noch sichtbar ist.

Die Federung der Mittelpufferkupplung wird mit einer vorher geschlitzten Mutter fixiert. Die Mutter ist an den Wagenboden gelötet und der Federstahl ist im Schlitz mit Sekundenkleber festgeklebt. Die Mutter dient gleichzeitig der Fixierung des Modells im Aufbewahrungskasten, wo eine M1 Schraube durch den Boden gesteckt und dann das Modell nach unten festgeschraubt wird.

Der Montageaufwand für das Modell ist nicht zu groß und durch die vorgefertigten Ätzteile im Fahrwerkbereich schnell und mit einem guten Ergebnis umsetzbar. Den Rohbau hatte ich nach 2 Wochenenden beendet. Nun ist nur noch die Lackierung erforderlich.

Falls jemand weitere Fragen zu dem Umbau hat, so kann er sich gerne bei mir per E-Mail melden.

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